In den Innenstädten ist jeder Quadratmeter kostbar. Wer dennoch auf einen Garten nicht verzichten will, der muss auf das Dach ausweichen und eine Dachterrasse zu einem Garten gestalten.
Auf Grund der Statik, der exponierten Lage und baurechtlicher Vorschriften sind viele Dinge zu beachten.
Bei Neubauplanungen kann von vornherein berücksichtigt werden, wenn ein Garten angelegt werden soll. Dann kann der Bau in seiner Statik den Anforderungen gemäß geplant werden. Außerdem kann das Dach anders abgedichtet werden.
In einem Altbau sieht dies schon ganz anders aus. Hier treffen wir auf bauliche Gegebenheiten, die nachträglich kaum noch änderbar sind. Gärten in Altbauten auf Dachterrassen anzulegen bedeutet überwiegend mit Kübelpflanzen zu arbeiten, wobei die maximale Gewichtsgrenze zu beachten ist. Vollgesogene Blumenkübel mit einem größeren Durchmesser belasten in großer Stückzahl die Decke ganz erheblich.
Besser ist es in einer dünnen Bodenschicht kleinere Moose und niedrige Pflanzen anzubauen, die keine starken Wurzeln bilden, die sich im Mauerwerk verankern können und zu Undichtigkeiten der Decken mit hohen Schäden führen.
Dachterrassen eignen sich besonders für Pflanzen, die viel Licht und Sonne brauchen. Sie sollten nicht zu hoch wachsen, da starke Winde sie sonst zum Umknicken bringen.
Wer alles richtig macht, der kann sich auch in der Innenstadt an einem Garten freuen. In den USA hat sich eine ganze Kultur um das "urban farming" entwickelt, das aus Platznöten auch auf Dachterrassen ausweicht.
Neben Blumen werden auch Gemüse und Obst auf Dachterrassen angebaut.